Allgemein · Besondere Schicksale

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Alter: 14 Jahre

Autor: John Green

Preis: 20,00€

Verlag: Hanser


Klappentext

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.


Bewertung

Toll:

  • Realistisch geschrieben

Das ist zwar kein richtiges Ausschluss-Kriterium für Bücher, aber in diesem Buch fiel echt auf, wie sehr sich John Green mit der Störung seines Hauptcharakters bekannt gemacht hat, da diese einen total echten Eindruck gemacht hat (auch wenn ich das als nur leicht Gestörte natürlich nicht vollständig beurteilen kann (und nein, an dieser Stelle befindet sich kein Lachsmiley, da dieses Thema nicht zum Scherzen ist…)).

  • Charaktere

Wie bereits erwähnt, hat mir vor allem die Protagonistin gut gefallen. Als ich das Buch (ein Ostergeschenk) in den Händen hielt und den Klappentext gelesen habe, konnte ich mir zunächst überhaupt nichts unter dem Begriff „Gedankenspirale“ vorstellen, doch aus Evas Sicht ist er ein ständiger Begleiter und so ist man gegen Ende des Buches sehr vertraut damit. Lest das Buch einfach, es wird einen Eindruck bei euch hinterlassen.

  • Schreibstil

Ich glaube, beinahe alle, die das hier lesen werden, haben schon einmal ein Buch von John Green in der Hand gehalten; von daher möchte ich gar nicht so groß betonen, wie toll er schreibt. Aber für die, die ihn nicht kennen: Er ist ein toller Autor und man sollte unbedingt einmal eines seiner Bücher lesen!!!

  • Cover

Eine Sache, die ich nun nicht so gerne als Kriterium nehme, aber die Gestaltung des Buches ist der HAMMER! Es macht einen etwas bunten, chaotischen Eindruck, der allerdings nichts vortäuscht; schade ist nur, das vermutlich gerade deswegen der Preis so  hoch ist… #SadLife 😦

Mittelmäßig:

  • Handlung

Während des Buches war die Handlung echt okay; nicht herausragend, aber lesbar. Doch im Nachhinein war die Handlung sehr unfokussiert und hat vor allem die Versprechen im Klappentext nicht wirklich gehalten: Dort klingt alles irgendwie nach einem Krimi, aber eigentlich kommt der Fall selbst dann viel zu kurz… 😦

Schlecht:

  • Ende

Eigentlich hatte ich nie vor diese Rubrik hier aufzumachen, doch in diesem Buch hat mich das Ende so sehr gestört, dass ich es echt nicht mehr „mittelmäßig“ nennen konnte. Nehmt meinen Rat und hört beim Joggermund des Buches auf; denn danach wird diese berührende, wundervolle Geschichte zu Matsch verarbeitet! Es tut mir jetzt sehr Leid, so etwas über ein Buch schreiben zu müssen, aber ich finde, dass es in einem so tollen Buch auch ein tolles Ende geben sollte. Natürlich ist dieses Ende sehr real geschrieben, das echte Leben wäre vermutlich genauso. Aber wenn man gerade dabei ist, Hoffnung zu schöpfen, sollte sie bei einem Buch mit dieser Message NICHT in Grund und Boden geschmettert werden. Ich weiß auch, dass John Green einen Hang zu schlechten Enden hat (weshalb ich mich normalerweise von den Büchern auch fern halte) und ich habe kein Problem mit schlechten Enden (Ghetto Kids von Morton Rhue), aber die Enden müssen zu den Büchern passen. Und wenn dann tatsächlich Leute mit einer ähnlichen Erkrankung wie Ava dieses Buch lesen, wird ihre Hoffnung doch niedergemetzelt!

Alles in allem:

Ein tolles, eindrucksvolles, berührendes und vor allem aufwühlendes Buch! Ich möchte euch an dieser Stelle auf keinen Fall vom Lesen des Buches abhalten, sondern im Gegenteil: Lasst euch von Ava’s Welt verzaubern, gefangen nehmen; doch lasst euch bitte nicht negativ vom Ende überraschen, denn das negative überdauert in Erinnerungen häufig länger… 🙂


Kennt ihr dieses Buch? Wie fandet ihr es? Teilt ihr meine Meinung?

Liebe Grüße

Clara

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