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Ich werde fliegen

Dana Czapnik — Gebundenes Buch 17,00€ — 368 Seiten — Heyne Verlag

Content

New York, 90er-Jahre: Lucy Adler ist klug und hinterfragt alles und jeden. Auf dem Basketballplatz ist sie ein Ass. Nichts liebt die 17-Jährige mehr, als mit ihrem Freund Percy Körbe zu werfen und andere Jungs in Matches zu besiegen. Doch in ihrer Schule bringt ihr dieses Talent gar nichts: Angesehen sind dort nur die Mädchen, die mit dem Strom schwimmen, immer perfekt aussehen und am Spielfeldrand die Jungs anfeuern. Lucy dagegen diskutiert mit Percy über französische Existenzialisten und zweifelt alle angeblichen Selbstverständlichkeiten im Leben an. Sie liebt Percy seit einer gefühlten Ewigkeit – und umso mehr schmerzt es sie, dass er zwar alle Gedanken mit ihr teilt, aber stets eine oberflächliche Schulschönheit als Freundin wählt. Wie kann sie ihren Weg in sein Herz finden? Und wie ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, in der sie alle Freiheiten hat wie ein Junge, aber trotzdem eine junge Frau bleibt?

Bewertung

Protagonistin:

Dieses Buch hat sich tatsächlich besonders durch seine starke Protaginistin ausgezeichnet; Lucy hat sich nichts gefallen lassen und war eine echte Feministin, ganz anders, als ich bei diesem Genre erwartet hätte. Ihre Schwäche für ihren besten Freund erscheint  für Außenstehende nicht immer vollständig nachvollziehar, da dieser ein ziemlicher Frauenheld ist, doch wie man sagt: Liebe macht blind. Der Freund wurde in diesem Buch auch nicht als super beliebt oder total sportlich vorgestellt sondern eher als normal. Dieser Eindruck verstärkt sich vor allem nach dem Wendepunkt, als Lucy erkennt, dass auch ihr Freund nicht der ist, in den sie sich verliebt hat. Auch insgesamt waren die Charaktere in dem Buch überraschend real.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist einem auch sehr gut in Erinnerung geblieben und hat Charaktere, Handlung und Worldbuilding sehr gut ergänzt. Besonders gelungen waren die Basketballszenen: Man bekommt einen richtigen Einblick in Lucys Liebe zum Basketball ohne sich groß in der Sportart auszukennen. Die Spielsituationen waren gut nachvollziehbar und einfach nur super beschrieben!

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Handlung:

Die Handlung war zwar am Anfang etwas langsam, aber war letztendlich trotzdem sehr ausgereift und interessant. Sie hat dieses Buch auch vor allem durch die wirklich nicht vorherzusehenden Plotttwists bereichert und ihm eine Reallife – Tendenz gegeben, die man sonst nicht immer bei Büchern in diesem Genre erwartet… Sie hat trotzdem die Entwicklung der Charaktere sehr positiv unterstützt, obwohl für einige Zeit erst einmal kein Happy End in Sicht war.

Sonstiges:

Das Buch hatte auch eine überraschende, fast philosophische Tiefe, die mich noch viele Wochen bis jetzt hin begleitet hat; unter anderem die Beobachtung, dass wenn ein Mensch in den Spiegel schaut, er immer sein „Spiegelgesicht“ aufsetzt, also nie so in den den Spiegel schaut, wie er herumläuft. Ich habe mich dabei ertappt, jedes Mal darüber nachzudenken, wann immer ich an einem Spiegel vorbei laufe 🙂 (Ja, es gab noch weitere Stellen, aber ich war natürlich zu dumm, um mir Textstellen herauszuschreiben 😉 )

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Fazit:

Zusammenfassend war dieses Buch so viel mehr als erwartet und als ich aus dem Klappentext herauslesen konnt, also Wow! Ein ganz große Leseempfehlung; die Handlung war gut, die Protagonisstin stark, der Schreibstil spitze und alles wirklich nah an der Realität!!! Also Leute tut euch den gefallen und lest dieses Buch…


Kennt ihr Bücher, die nah an der Realität sind? Ich bin immer offen für Lesevorschläge!!!

Eure

Clara

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